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Nov
Wikio

Hündchen an der Leine?

Soeben habe ich beim stöbern bei Basti & Silke den Aufruf zu einer Bloggerdiskussion zum Thema Leinenzwang bei Hunden gefunden.

Zur Verteidigung der Hunde muss ich zuerst zugeben: Ich bin absolut kein Hundefan. Es sind einfach nicht so meine Tiere. Aber generell gibt es immer wieder Hunde mit denen auch ich kann und mit denen ich auch gerne rumtolle und spiele.

Vor der Mehrheit der Hunde hab ich allerdings einfach nur Angst…und dabei macht es keinen Unterschied ob großer Hund oder kleiner Hund (die kläffen einfach nur noch ekliger, was mir dazu noch tierisch in den Ohren weh tut).

Dies trägt nun eben dazu bei das ich es als Mensch, der sich vorallem durch Berlin bewegt, einfach Angst bekomme wenn sich ein Hund sich mir unaufgefordert nähert. Wenn mich das Tier dann auch noch angeht (ob nun aus Freude oder agressiv) dann finde ich das einfach nicht mehr prickelnd.

In meinen Augen sehe ich da allerdings in den meisten Fällen einfach große Erziehungs- und Kommunikationsprobleme zwischen Hund und Besitzer. Ein Hundebesitzer sollte seinen Hund beherrschen können und auch fähig sein prikäre Situationen zu lösen (vorallem um des Tieres Willen).

So trug es sich zum Beispiel erst vor 2 Wochen zu, das wir auf dem nach Hause Weg an einer Gruppe Jugendlicher vorbekamen. In Mitten dieser Jungendlichen stand ein riesiger schwarzer Hund. (Leider kenn ich mich bei Hunden nicht so gut aus) dennoch ging der Hund mir ohne Probleme bis zur Hüfte (ich bin 1,80m groß) und war auch dementsprechen muskulös.  Das Tier wurde von einem Mädel gehalten das gut nen Kopf kleiner als ich war und sehr zierlich.

Als wir nun an der Gruppe vorbeiliefen fing der Hund an wie wild zu bellen und zu zerren und zerrte das Mädel schlicht hinter sich her.

Mir wird in solche Momenten Angst und Bange…dennoch ist es der perfekte Grund für Leinen- und Maulkorbfanatiker immer wieder danach zu schreien.

Mir wäre lieber wenn mehr darauf geachtet würde wie Menschen ihre Hunde halten und erziehen. So ist es in meinen Augen für einen Hund absolut kein Problem auch mal bei Fuß mit Leine zugehen. Das schränkt ihn weniger ein als man denkt. Dennoch ist es wie für jedes Tier und jeden Menschen absolut unabdingbar einfach auch mal die Sau raus lassen zu dürfen.

Und da dann auch bitte ohne Leine und auch mal einfach nur seine 5 Minuten haben….Aber das bitte nicht mitten aufm Rummel, aufm Kuhdamm…oder sonst wo, sondern da wo sich das Tier auch richtig austoben kann, auf nem großen Feld, im Park…etc.

Mein Fazit also….bitte leint zumindest in alltäglichem Leben in Stadt und Dorf die Hunde an. Selbst wenn der Hund ansich ein ganz Lieber ist, so gibt es auch Menschen die aus Angst einfach auch falsch reagieren können (auch andere Hundebesitzer).

Dazu hab ich soeben auch bei einem anderen Teilnehmer (Rolf von Dogscafe)dieser Umfrage einen guten Satz gefunden den ich gerne zitieren möchte:

Generell: Eine Leine dient nicht zur Erziehung eines Hundes. Sie ist nur ein Sicherungsmittel in Fällen, wo dies notwendig ist. Ansonsten können Hunde ganz gut ohne.

PS:…für Berlin wünschte ich mir auch mehr Verantwortung was die Hinterlassenschaften des Hundes angeht…aber dies ist ein anderes Thema :cheerful_lc:

4 Aloha.

  • Silke (7 comments)
    1

    Interessant auch deinen Beitrag zu dem Thema zu lesen. Ich denke auch das man vorrangig an die Menschen appellieren sollte und dann kann man wohl nur hoffen das jeder sich und sein Tier richtig einschätzen kann.

  • Pink Püppi (614 comments)
    2

    @Silke: wie sagt man immer so schön….nicht der Hund ist das Problem sondern der Mensch ;)…
    Meine Angst vor Hunden rührt auch nur daher weil mich zweimal ein und das selbst Tier gebissen hat. Würde ich zum Beispiel mir einen Hund anschaffen, wäre mein erster Gang mit dem Tier in eine Hundeschule und dann nach und nach in den Agilitybereich. Immer im Training bleiben, das Tier immer fordern, erziehen und auslasten. Würde es nach mir gehen würde ich das jedem Hundebesitzer auferlegen.
    Leider sehe ich gerade selbst in meiner Verwandtschaft wie aus einem zuckersüßen Labrador Welpen ein ausgewachsener Tyran wird…nur aufgrund fehlender disziplin und Ignoranz, weil man den Kindern mal ein Tier gönnen wollte. Und nun überlegt man bei einem 9 Monate alten Rüden ihn zu kastrieren weil das Tier ja auch so viel Energie hat *kofpschüttel*….

  • Nancy (11 comments)
    3

    Du hast recht, mir geht das genauso – egal wie groß oder klein der Hund ist.
    Und die Besitzer können mir noch so oft sagen “Der tut nix”… sie können nicht in den Hund hinein schauen und sehen, was er denkt. Vielleicht hat er auch mal einen schlechten Tag oder hatte mal ein schlechtes Erlebnis mit einer Frau in roter Jacke, das hoch kommt, wenn ich in roter Jacke vorbei laufe… oder was weiß ich.

    Nichts desto trotz, braucht ein Hund seinen Auslauf, er muss mal rennen und springen. Aber dafür gibt es ja Parks, Hundewiesen & Co.

  • Pink Püppi (614 comments)
    4

    @Nancy: Geb ich dir vollkommen recht… Zumal es als Hundehalter ja nicht nur um den eigenen Hund geht, wer weiß schon wie andere Hunde erzogen oder drauf sind. auch zum Schutz seines eigenen Tieres sollte man das Tier an die Leine nehmen.

    Auslauf muss immer sein :)…aber da gibts weitaus besseres als eben mitten in der Stadt. Wenn ich daran denke wie manche Hundehalter in Berlin mit Ihren Tieren umgehen. Da bedeutet auslauf 5mal Tag in F’hain kurz vor die Tür :(

Sag Aloha!