Es gibt Tage, da trifft mich meine Umwelt mit einem Vorschlaghammer am Kopf… so der Kunde, den ich heute in der Leitung hatte, der mich als Rassistin und Rechtsradikale beschimpfte weil ich so dreist war ihn darauf hinzuweisen das es in Deutschland ein Gesetz gegen Urkundenfälschung gibt und er sich dieser strafbar mache wenn erkannt wird das die Unterschrift auf Formularen oder Dokumenten gefälscht sei.
Nun muss ich natürlich erwähnen das besagter Kunde einen ausländischen Dialekt hatte und auch einen sehr persisch klingenden Namen…nichts desto trotz empfinde ich es schon als fast diffamierend, mich solch einer massiven Anschuldigung und auch Feindseeligkeit gegenüberzusehen.
Es ist mir nämlich absolut egal woher irgendjemand kommt, wie er spricht oder wie er aussieht. Ich bewege mich in Deutschland und solange ich auf gewissen rechtliche Bedingungen zurückgreifen muss füge ich immer hinten an das dies für das Deutsch Recht gilt.
Als Mitarbeiter darf ich diesbezüglich auch nie vergessen das wir uns nicht nur im Deutschen Raum bewegen und deshalb MUSS dieser Hinweis gegeben sein.
Aber nichts desto trotz…und unabhängig von der Sache dieses Kunden, wundert es mich manchmal wirklich nicht das man sich als Deutscher/Mensch oftmals mehrmals überlegt wie und was man sagt. Wenn selbst mir das als recht unabhängiger und aufgeschlossener Mensch so geht, da wundert es mich nicht das integrationspolitische Dinge hier so sehr scheitern…
…..irgendwie trifft mich das gerade sehr…..









Und aufgrund solcher Beleidigungen wundern sich manche, dass man gegenüber ausländischen Mitbürgern Vorurteile entwickelt.
Suriel: Meinst du vielleicht: TROTZ solcher Beleidigungen wundern sich manche… ?
Ich gehöre übrigens zu denen, die sich darüber wundern! Der Typ war nämlich nicht nur Ausländer, sondern offenbar auch Mann, deutschsprechend, erwachsen, unzufrieden, Kunde und mehr. Aber wenn er sich daneben benimmt, ist er “der unfreundliche AUSLÄNDER”. Dieser eine Aspekt wird häufiger herausgepickt und zum Entwickeln von Vorurteilen oder deren Entschuldigung verwendet als alle anderen Merkmale einer Person.
Idioten gibt es überall (mein Beileid an die Püppi), und der Typ ist wohl einer. Aber das ist keine Entschuldigung zu pauschalisieren.
Arc es geht mir nicht um die Begrifflichkeit ” Ausländer” sondern um die verwendetet Aussage der “Person” bzgl. Rassismus und Rechtsradikalismus. Wenn es hier ums pauschalisieren geht, stellt sich die Frage, warum bei einem Hinweis auf “deutsche Gesetze” auf die Vergangenheit dieses Landes verwiesen wird und man direkt als “braun” eingestuft wird. Liegt es daran, dass Püppi Deutsche ist? Für einen Großteil der Mitmenschen bedeutet doch Deutsch = Rechtsradikal.Ist das nicht auch pauschalisieren?
@suriel: eben das waren meine Gedanken… ich empfand mich in diesem Moment selbst schon fast aufgrund meiner Nationalität angegriffen.
Aber dies ist auch immer wieder die Problematik hierbei, als deutscher Mitbürger toleriert man oftmals starke rassistische Züge gegen uns, nur damit man selbst nicht als Rassist gilt. Und hierbei ist es auch oftmals egal aus welcher Region man selbst stammt. Nur weil ich akzentfreies Deutsch spreche heißt dies ja nicht im Umkehrschluss das ich “rein” Deutsch bin. Wer ist das schon.
Ich empfinde es als absolut anmaßend in einem Land in dem sich soviele Religionen, Kulturen und Menschen tummeln aufgrund lapidarer Dinge und gesunder Kritik immer gleich als Rechts/assozial/satanistisch oder was auch immer eingestuft zu werden.
Aber das es natürlich immer solche und solche Leute gibt…und jeder hat mal nen mehr oder weniger schlechten Tag ist auch mir bewusst. Dennoch trifft mich so eine Aussage sehr.
Das ist immer sehr heikel. Hättest vieleicht sagen sollen “hier” und nicht in Deutschland. Er dachte sicher du wolltest die deutsche Nation über seine stellen.
Du sagst, dass Dich das angebliche Scheitern der integrationspolitischen “Dinge” nicht wundert weil Du EINEM Idioten begegnet bist, der unter vielen anderen Eigenschaften auch die Eigenschaft “ausländischer Akzent” hatte. Wenn Du aber sagst, dass integrationspolitische “Dinge” scheitern so unterstellst Du gleichzeitig einer großen Menge anderer Personen die zufällig auch die Eigenschaft “Ausländer” oder “ausländischer Akzent” haben, sich genauso zu verhalten.
Genau so eine Unterstellung ist aber rassistisch.
Im Gegensatz zum Hinweis auf deutsches Recht, der ganz sicher nicht rassistisch ist.
@Felix: Ich glaube das hast du mich falsch verstanden ;)…evtl. liest du hierzu meine vorangegangen Kommentar auf Antworten

So eine Unterstellung die du mir nun auferlegst ist in meinen Augen genauso rassistisch wie das was mein Kunde gemacht hat….und da beißt sich die Katze in den Schwanz
Integrationspolitische Dinge scheitern in meinen Augen weil viele Seiten in Ihren eigenen Vorurteilen und Klischees feststecken. Problematisch sehe ich dies ganze vor unserem geschichtlichen Hintergrund der alles drum herum noch schwieriger macht.
Ich bin selbst “Ausländer”. Ich bin zwar in Deutschland geboren, spreche akzentfreies Hochdeutsch und studiere Jura. Jedoch wird mir von dem Großteil meiner deutschen Mitbürgern das Gefühl gegeben, dass ich eben kein Deutscher sei. Klar sehe ich mich eher als Deutscher, verglichen mit der Nationalität meiner Eltern. Denn die einzige Kultur die mir vertraut ist, ist nunmal die Deutsche. Jedoch wird mir tagtäglich sei es im Bus, in der Bahn oder generell im Alltag dieses befremdliche und doch rassistische Gefühl vermittel frei nach: Südländer=Ausländer=Ist nicht der deutschen Sprache mächtig. Nicht alle Deutsche haben diese Vorurteile aber sicherlich die meisten denken bzw. klassifizieren eine Person nach obig genanntem rassistischem Schema.
Daher denke ich, dass Ausländer generell sehr sensibel sind, wie in deinem Fall geschildert. Ich könnte mir vorstellen, dass der Herr mit deiner Äußerung eine Anspielung auf seine fremdländische Nationalität oder sie gar als Indikation für Ab-/Ausgrenzung interpretiert hatte.
Also Pink Püppi mach dir keinen allzu großen Kopf darüber! Mir gehen solche Äußerungen auch sehr nahe, nur sind sie in meinem Fall immer umgekehrt, d.h. von deutschen Mitbürger. Und in diesem Falle sind zumindest diese, die mich aufgrund meines südländ. Antlitz diskriminieren dann doch Rassisten.
Ich war kein rassist bis als ich hier nach frankreich umgezogen bin, ich lebe in der umgebung von Paris und hier gibt viel zu viele auslander (afrikaner) in manchen orten denkst du das du in afrika bist.
Fasst alle von denen machen nur scheisse arbeiten nicht brennen autos, ich schwore euch das viele afrikaner hier die sind richtige rassisten gegen weisse, das schlimmste ist das die immer sagen: Frankreich ist rassistisch wir heben keine arbeit garnichts… ja wiewohl wenn die meisten in der 9 klasse hier die schule aufhören…..